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EVITA 2-6 Februar 2011 Wiener Stadthalle Halle F
Die offizielle Produktion des vielfach prämierten Meisterwerks mit einer
gefeierten Starbesetzung aus dem Londoner West End: Ihre strahlende
Schönheit, ihre stilvolle Erscheinung und ihr schillerndes Charisma, das
dem argentinischen Volk so viel Hoffnung versprach, machten die
ehemalige Präsidentengattin María Eva Duarte de Perón schon zu
Lebzeiten zur „Spirituellen Führerin“ ihrer Nation. Bis zum heutigen Tage
ist sie den Menschen eine Ikone, ist als fürsorgende Wohltäterin, gar als
Heilige um ihren Kampf gegen das Elend im Land tief verehrt. Dabei zog
Evita, wie man sie liebevoll nannte, auf ihrem Weg nach ganz oben alle
Register, um es von einem armseligen Dasein in der Provinz mit
Raffinesse und erfolgversprechenden Affären in Buenos Aires zum
populären Medienstar zu bringen und schließlich als First Lady die
Geschicke des Landes mitzubestimmen.
Fasziniert vom Charakter und unvergleichlichen Aufstieg der Eva Perón
in den schwierigen 1930/40er Jahren, einem wahnwitzigen Geflecht aus
ehrgeizig verfolgten Träumen, politischen Manipulationen gepaart mit der
Gier nach Macht, Wohlstand und Anerkennung in einem bis zum bitteren
Ende verschworenen Liebespakt, schuf das bis dahin durch „Jesus Christ
Superstar“ weltweit erfolgreiche Autorenteam Andrew Lloyd Webber und
Tim Rice eine grandiose Partitur zu diesem aufregenden Stoff. Ein
Rundfunkbeitrag im Herbst 1973 über Eva Perón, den Tim Rice
interessiert verfolgte, nahm ihn derart gefangen, dass er wenige Monate
später nach Argentinien reiste, um mehr über diese ungewöhnliche
Biografie zu erfahren. „Natürlich entsprechen nicht alle fantastischen
Geschichten, die man sich hier über sie erzählt, der Realität“, gibt der
Songtexter zu bedenken. „Aber selbst die wahrheitsgetreueste
Schilderung über das kurze Leben dieser außergewöhnlichen Frau bietet
Genügend, das auch den kritischsten Geistern die Sprache verschlägt.“
In ihrer kraftvoll erzählten Geschichte ersann das Kreativduo neben den
Protagonisten Evita und Juan Perón die Figur des revolutionären
Studenten Che nach dem Vorbild des Argentiniers Che Guevara, der als
Gegenspieler den unheimlichen Werdegang der ambitionierten 15-
jährigen Evita bis zu ihrem pompös zelebrierten Staatsbegräbnis in einer
bildgewaltigen Rückblende mal mit wohlmeinender Anteilnahme, mal mit
zynischer Kritik provokant kommentiert. So unterschiedlich die
Charaktere der Beiden, so eng verknüpft sind diese wie durch ein
unsichtbares Band in ihrem gemeinsamen Interesse, dem Elend im Land
den Kampf anzusagen.
Kein Geringerer als der legendäre Film- und Musikproduzent Robert
Stigwood, ebenfalls von dem Stoff begeistert, nahm sich der Produktion
des Konzeptalbums von EVITA an, das in Einspielung des London
Philharmonic Orchestra 1976 veröffentlicht und ein Riesenerfolg wurde.
Insbesondere der ergreifende Schlüsselsong des Werkes „Don’t Cry for
Me Argentina” stürmte als Single-Auskopplung die Top-Positionen der
internationalen Charts und ist bis heute einer der unerreicht großen
Musical-Hits. Die Uraufführung im Juni 1978 am Prince Edward Theatre
im Londoner West End unter der Regie von Harold Prince und mit der
Musik von Andrew Lloyd Webber, sowie die schon im darauffolgenden
Jahr am Broadway erfolgte Original-Produktion von EVITA, wurden mit
sensationellem Erfolg gefeiert und bildeten den Auftakt zu einem
Triumphzug des Werkes weltweit. Neben zahllosen Nominierungen
gewann EVITA als „Bestes Musical“ jeweils den Olivier-, den Tony-
sowie den Drama Desk Award und ehrte neben weiteren Auszeichnungen
für herausragende Darsteller-Persönlichkeiten seine Schöpfer mit je
einem Tony Award in den Kategorien „Beste Partitur“, „Bestes Buch“ und
Beste Regie“. Wie vielen Berühmtheiten aus dem Bühnen- und
Filmwesen zuvor, war es auch der Pop-Ikone Madonna unmöglich, dem
Angebot zu widerstehen, den darstellerisch wie gesanglich höchst
anspruchsvollen Part der Evita Perón zu übernehmen – nun aber in einer
opulent geplanten Adaption für die Leinwand. Realisiert mit Antonio
Banderas als Che und Jonathan Pryce als Perón, kam der von Robert
Stigwood koproduzierte Film 1996 in die Kinos und wurde unter anderem
mit drei Golden Globe Awards sowie einem Oscar für den neu
komponierten Song „You Must Love Me“ gekürt.
Interpretiert von Evita, wurde die hinreißende Ballade „You Must Love
Me“ ebenso in die Bühnenpartitur eingewebt und begeisterte 2006 in der
jüngsten Neuinszenierung von EVITA im Londoner West End sowie in
deren offiziellen Folge-Produktion von Bill Kenwright, die anlässlich des
30jährigen Bühnenjubiläums des Musicals 2008/09 an renommierten
Theatern in Großbritannien mit überwältigendem Erfolg aufgeführt wurde
und nun auch in Österreich zu erleben sein wird. Im Jahr 2010, in dem
Argentinien dem Beginn seiner Unabhängigkeit vor zwei Jahrhunderten
feierlich gedenkt, und als Ehrengast auf der Internationalen Buchmesse
in Frankfurt begrüßt werden wird, ist es eine besondere Freude, die
offizielle Produktion von Sir Andrew Lloyd Webber und Tim Rice erstmals
in exklusiven Gastspielen an nur wenigen ausgesuchten Theatern und
Konzerthäusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz
präsentieren zu können.
Neben einer hochkarätigen Besetzung mit Stars aus dem Londoner West
End und einem exzellenten Orchester besticht die herausragende
Inszenierung unter der Regie von Bob Tomson und Bill Kenwright sowie
der Choreografie von Bill Deamer mit einer stilvoll aufwendigen
Ausstattung kreiert von Matthew Wright. „Eine Produktion“, so der
einhellige Tenor der britischen Presse, „die so leidenschaftlich und
mitreißend emotional wie spektakulär ist“.
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direkt vor der Station U1 Nestroyplatz
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Info zur Veranstaltungsstätte
Veranstaltungsort: Wiener Stadthalle Halle F
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