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28.3.2010
16:30
Staatsoper Wien
SITZPLÄTZE
Drei Nornen spinnen am Schicksalsseil, schildern Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft: Alberichs Raub des Rheingoldes, den Fluch des
Ringes, Wotans Selbstkonstituierung durch das Schneiden seines
Vertragsspeeres aus der Weltesche, ihr Verdorren, ihre Fällung,
Siegfrieds Zusammentreffen mit Wotan. Doch das Schicksalsseil reißt,
die Nornen fliehen hinab zu ihrer Mutter, Erda.
Am Walkürenfelsen verabschiedet sich Siegfried von Brünnhilde und
wird von ihr mit schützenden Runen versehen; als Liebespfand lässt ihr
Siegfried den Ring des Nibelungen.
1. Aufzug
Hagen, der Sohn Alberichs, rät seinem Halbbruder Gunther und dessen
Schwester Gutrune, den Ruhm der Gibichungen zu vermehren: Gunther
soll Brünnhilde heiraten und Gutrune Siegfried. Als dieser zu ihnen
gelangt, reicht ihm Gutrune auf Ratschlag Hagens einen Trank, der
Siegfried Brünnhilde jäh vergessen lässt - er verliebt sich in Gutrune.
Um sie zu gewinnen, verspricht er, für Gunther Brünnhilde vom
Walkürenfelsen zu holen. Nachdem er mit Gunther Blutsbrüderschaft
geschlossen hat, eilt Siegfried davon, um Brünnhilde für Gunther zu
gewinnen.
In der Zwischenzeit wird Brünnhilde von ihrer Schwester, der Walküre
Waltraute aufgesucht. Diese fleht sie an, den Ring den Rheintöchtern
zurückzugeben, um den Fluch zu lösen. Brünnhilde verweigert jedoch
den Ring, da es sich um Siegfrieds Liebespfand handelt.
Siegfried erscheint, durch seinen Tarnhelm in die Gestalt von Gunther
verwandelt, durchschreitet das Feuer und bezwingt Brünnhilde. Als
Zeichen ihrer Vermählung - mit Gunther - entreißt er ihr den Ring.
2. Aufzug
In einer nächtlichen Szene mahnt Alberich seinen Sohn Hagen, für ihn
den Ring zu gewinnen. Als die mit Gunther ankommende Brünnhilde
Siegfried und Gutrune als Paar sieht und den Ring an Siegfrieds Hand
erkennt, bezichtigt sie ihn des Treuebruchs. Siegfried leugnet seine
Schuld, doch Hagen, Gunther und Brünnhilde beschließen seinen Tod.
3. Aufzug
Auf der Jagd begegnet Siegfried den Rheintöchtern, die ihn um den Ring
bitten und ihn vor dem Fluch warnen. Doch der Ring bleibt bei Siegfried.
Die Jagdgesellschaft stößt zu ihm, auf Aufforderung Hagens erzählt
Siegfried aus seinem bisherigen Leben. Während er spricht, reicht ihm
Hagen einen Trank, der die Erinnerung an Brünnhilde wieder herstellt.
Hagen sieht dies als Geständnis des Treuebruchs und stößt ihm einen
Speer in den Rücken. Sterbend gedenkt Siegfried seiner Liebe zu
Brünnhilde.
Im Streit um den Ring tötet Hagen Gunther, doch Brünnhilde macht nun
ihr ursprüngliches Recht auf Siegfried - und den Ring - wieder geltend:
Sie ordnet Siegfrieds Verbrennung an und stürzt sich selbst ins Feuer.
Der über seine Ufer steigende Rhein überflutet die Brandstätte, die drei
Rheintöchter ziehen Hagen, der den Ring für sich gewinnen will, in die
Tiefe, der Ring ist wieder an den Rhein zurückgefallen. Während Walhall
in Flammen aufgeht, erleben die Menschen in höchster Ergriffenheit den
Untergang des Göttergeschlechts mit.
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